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Israel: Großbrand auf Jerusalemer Tempelberg – Konflikt eskaliert

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Israel: Großbrand auf Jerusalemer Tempelberg – Konflikt eskaliert

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist am Montagabend nach neuen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften ein Brand ausgebrochen. Die israelische Polizei teilte mit, er sei offenbar durch Feuerwerkskörper verursacht worden. Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sprach bei Twitter von unverantwortlichem Verhalten palästinensischer Demonstranten.Ein Video zeigte, wie ein großer Baum in Flammen aufging. Der Brand war auch von der Klagemauer aus zu sehen, wo zahlreiche Israelis weiter den Jerusalem-Tag feierten. Aus dem Gazastreifen waren zuvor mehrere Raketen auf die Stadt abgefeuert worden. Eine davon schlug nach Armeeangaben in einem Vorort Jerusalems ein.Schwere Zusammenstöße zwischen israelischen Sicherheitskräften und PalästinensernAuf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt war es am Montag erneut zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Vor der Al-Aksa-Moschee setzten Polizisten Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschosse gegen Steine werfende Palästinenser ein. Palästinensische Rettungskräfte sprachen von mehr als 300 Verletzten. Nach Polizei-Angaben wurden fast zwei Dutzend Beamte verletzt. Raketen vom Gazastreifen aus abgefeuertEin Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Hamas teilte mit, man habe als „Botschaft“ an den israelischen Feind Raketen auf Jerusalem gefeuert. Es handele sich um eine „Reaktion auf seine Verbrechen und Aggression gegen die heilige Stadt“ sowie auf Israels Vorgehen auf dem Tempelberg und in Scheich Dscharrah. Die israelische Armee teilte mit, es seien sieben Raketen abgefeuert worden. Eine davon habe die Raketenabwehr abgefangen.
 Neun Tote bei israelischem Vergeltungssschlag – darunter drei KinderAls Reaktion flog Israels Armee Luftangriffe auf Ziele im Gaza-Streifen. Dabei seien drei Aktivisten der dort herrschenden islamistischen Hamas gezielt getötet worden.Das Militär veröffentlichte am Montag bei Twitter ein Video des Vorfalls im Norden des Küstengebiets. Es handele sich um eine Reaktion auf massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bei israelischen Luftangriffen im Norden des Gazastreifens insgesamt neun Palästinenser getötet, darunter drei Kinder.Netanjahu droht mit VergeltungNach den Raketenangriffen hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den militanten Palästinenserorganisationen eine harte Reaktion angedroht. „Die Terrororganisationen in Gaza haben am Abend des Jerusalem-Tags eine rote Linie überschritten und uns in den Vororten Jerusalems mit Raketen angegriffen“, sagte Netanjahu bei einer Ansprache in Jerusalem.“Israel wird mit großer Macht reagieren“, sagte Netanjahu. „Wir werden keine Angriffe auf unser Gebiet, unsere Hauptstadt, unsere Bürger und Soldaten dulden. Wer uns angreift, wird einen hohen Preis bezahlen.“ Die israelischen Bürger müssten sich darauf einstellen, dass der gegenwärtige Konflikt längern dauern könnte, sagte er.Israel ging auf Hamas-Ultimatum nicht einNach heftigen Zusammenstößen in Jerusalem hatte der militärische Hamas-Flügel Israel zuvor ein Ultimatum gestellt. Ein Sprecher der Organisation in Gaza forderte, Israel müsse bis 18.00 Uhr Ortszeit (17.00 MEZ) alle Polizisten und Siedler vom Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) sowie aus dem Viertel Scheich Dscharrah in Ost-Jerusalem abziehen. Außerdem müssten alle im Rahmen der jüngsten Konfrontationen festgenommenen Palästinenser freigelassen werden. Es handele sich um eine Warnung.Tempelberg für Juden und Muslime heilige StätteIsrael werde wegen „seiner Verbrechen und Aggression gegen die Heilige Stadt und seiner Übergriffe gegen unser Volk in Scheich Dscharrah und an der Al-Aksa-Moschee“ beschossen, teilten die Al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, mit. Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem ist für Juden wie Muslime gleichermaßen eine heilige Stätte.Bereits am Wochenende gewaltsame AuseinandersetzungenIsrael hatte den Ostteil der Stadt 1980 annektiert. Die Annexion wird international nicht anerkannt. Israel hat ganz Jerusalem zu seiner „unteilbaren“ Hauptstadt erklärt, während die Palästinenser Ost-Jerusalem zur Hauptstadt ihres eigenen künftigen Staates machen wollen.Am Wochenende waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei bereits hunderte Menschen verletzt worden. Die Eskalation der Gewalt in Jerusalem hat international Besorgnis ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat beriet am Montag auf Antrag Tunesiens über die Lage in Jerusalem. Auf eine gemeinsame Erklärung konnten sich die Ratsmitglieder zunächst nicht einigen, wie mehrere Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP sagten. Washington äußerte demnach Zweifel, ob eine öffentliche Botschaft zu diesem Zeitpunkt hilfreich sei. 


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