Dazu befragte das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der AGF über 5.100 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 7 Jahren, beziehungsweise deren Eltern, in einer Online-Befragung. Dabei ging es um generelle Fragen zur Nutzung von TV und Streaming. Der Befragungszeitraum war von Februar bis März 2020. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass 90 Prozent der 3- bis 17-Jährigen täglich bewegten Content konsumieren. Zumindest gelegentlich nutzt sogar fast jedes Kind und jeder Jugendliche Bewegtbild. Knapp die Hälfte der Nutzung entfällt dabei bei den 3- bis 13-Jährigen auf TV-Inhalte, bei den 14- bis 17-Jährigen macht dies rund ein Drittel ihrer Bewegtbildnutzung aus.

Dabei steigt der Anteil der Streaming-Nutzung ab einem Alter von 11 Jahren an. Dies könnte damit zusammenhängen, dass Kinder mittlerweile ab diesem Alter ein eigenes Smartphone bekommen und so auf Streaming-Inhalte selbstständig zurückgreifen können. Über 80 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen konsumieren dann lineares Fernsehprogramm in Kombination mit Streaming-Angeboten. Je Älter die Kinder werden, je höher ist der Anteil von “Only-Streaming” und je mehr verliert das klassische TV an bedeutung für die Jugendlichen. So geben nur noch 37 Prozent der 14- bis 17-Jährigen an, TV-Sender zu schauen, der Rest entfällt auf Videoportale und Mediatheken. Bei den 3- bis 13-Jährigen hingegen schauen ist fast die Hälfte der Bewegtbildnutzung TV.

Bei den Lieblings-Apps für Videos liegt in allen Altersklassen Youtube klar vor Netflix auf Rang 2. Nur in der Altersgruppe der 10- 13-Jährigen belegt Tiktok Platz 2. Im Kindersegment bis 10 Jahre finden sich unter den Top 5 Apps der Plattformen auch die öffentlich-rechtlichen Angebote von Kika und “Sendung mit der Maus”.

Kaum überraschend zeigt die Studie ebenfalls, dass Eltern einen Einfluss auf den Bewegtbildkonsum ihrer Kinder haben: Je häufiger TV im Haushalt gesehen wird, desto höher ist auch die Fernsehnutzung bei den Kindern und Jugendlichen. Dies gilt auch umgekehrt für den Streaming-Konsum. Mit zunehmendem Alter nehmen die Freiheiten jedoch zu und die Kinder bestimmen immer autarker über ihren Bewegtbildkonsum.

Auf welcher Plattform Bewegtbild von den befragten Kindern genutzt wird, hängt auch von den Inhalten ab, ist aber letztlich irrelevant solange das präferierte Video geschaut werden kann. Die Hälfte der Kinder im Alter bis 6 Jahre sammelt maßgeblich über TV-Content ihre ersten Nutzungserfahrungen mit Youtube. Bei Kindern im Vorschulalter werden Formate mit TV-Helden am häufigsten gesehen. Im Grundschulalter wenden Jungs sich häufig dem Gaming zu und sind damit empfänglicher für Streaming-Angebote, Mädchen bleiben in diesem Alter dem klassischen TV häufig treu. Ab dem elften Lebensjahr hingegen stehen bei den Jungs Online-Videos an der Spitze ihrer Bewegtbildkonsums. Bei Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren rangieren ebenfalls Online-Videos auf Platz eins, bei den 14- bis 17-Jährigen sind es dann Musikvideos und Clips.

Takeaways





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